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Alexander Kosolapov - Marlboro Männer (1998)

Alexander Kosolapov - Marlboro Männer (1998)

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    Marlboro Men (1998) von Alexander Kosolapov

    Siebdruck auf Fabriano-Papier mit Wasserzeichen, 50 x 65,6 cm (19 3/4 x 25 3/4 in.)

    Signiert (unten rechts); nummeriert 14/75 (unten links); ungerahmt

    Alexander Kosolapov, die wegweisende Figur der Sots Art, schuf den Marlboro Men Siebdruck im Rahmen seiner Erkundung der Schnittstelle zwischen sowjetischer Ideologie und kapitalistischer Bildsprache. Das Werk ist ein herausragendes Beispiel für seinen einzigartigen Ansatz, die beiden ideologischen Extreme zu verbinden, indem es sowohl marxistische als auch kapitalistische Symbole nutzt, um die neue Realität einer post-sowjetischen Welt zu thematisieren.

    Das große Gemälde dieses Designs wurde erstmals 1986 ausgeführt, wobei der Siebdruck möglicherweise danach entstand. Das Werk zeigt Kosolapovs fortwährende Untersuchung des sich verändernden ideologischen Raums, der nach der Auflösung der Sowjetunion entstand. Dieser Siebdruck zeigt Lenin und Stalin vor dem Hintergrund der rot-weißen Marlboro-Beschriftung und verbindet die Bilder sowjetischer Führer mit dem kapitalistischen Symbol der Konsumkultur. Das Werk dient als eindrucksvolle Darstellung der ideologischen Themen, die Kosolapovs künstlerische Vision prägten, indem es kommunistische und kapitalistische Ikonographie in einem einzigen Rahmen vereint.

    Dieser Siebdruck wurde auf Fabriano-Papier mit Wasserzeichen gedruckt, einem hochwertigen italienischen Papier, das für seine Haltbarkeit und Textur bekannt ist. Fabriano-Papier gilt als Teil des kulturellen Erbes Italiens, dessen Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Bekannt für seine außergewöhnliche Handwerkskunst, wird es als eines der besten Papiere der Welt angesehen und oft von Künstlern für bedeutende Werke verwendet. Der Druck wurde im J&M Guelman Hand Print Studio in Moskau produziert, einem Raum, der zu einem wichtigen Ort für die Herstellung von limitierten Auflagen von führenden zeitgenössischen russischen Künstlern wurde. Einer der Gründer des Studios war Marat Gelman, ein prominenter Kunsthändler und Dissident, der eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der zeitgenössischen Kunstszene Russlands während der post-sowjetischen Periode spielte.

    Kosolapovs Sots Art war ein Spiegelbild seines Wunsches, seine Erziehung in einer von marxistischer Ideologie geprägten Gesellschaft mit den aufkommenden kapitalistischen Einflüssen des Westens zu versöhnen. Durch sein Werk lud er den Betrachter ein, die Dualität dieser widersprüchlichen Systeme und deren Koexistenz in der neu transformierten Welt zu betrachten.

    Kosolapovs Reflexionen über sein Werk:

    "Für mich kam der post-sowjetische ideologische Raum wie in der Quantenphysik als gekrümmter Raum im Gravitationsfeld. Es ist wie in der berühmten Einsteinschen Gravitationstheorie."

    "So gab es eine Reihe von Arbeiten mit einem doppelten ideologischen Text—kommunistisch und kapitalistisch—die in diesem neuen Gravitationsfeld des ideologischen Raums koexistieren konnten."

    "Als ich nach 15 Jahren Abwesenheit nach Moskau zurückkehrte, sah ich im Stadtzentrum, auf dem Puschkinplatz, ein großes Plakat von Coca-Cola, in der Nähe des neu eröffneten McDonald's."

    "Der ererbte Fleck der Gesellschaft, in der ich aufgewachsen bin, war mit marxistischer Ideologie infiziert. Für jedes Bild und Symbol war ich dazu bestimmt, Ideologeme zu sehen. In der Kunst des Sots Arte sah ich eine Therapie für mich selbst. Ich musste einen Reinigungsritus durchlaufen."

    Kosolapovs Werk in Marlboro Men und anderen Werken der Sots Art-Bewegung stellt eine Art künstlerische Therapie dar, die es dem Künstler ermöglicht, die ideologischen und kulturellen Verschiebungen der post-sowjetischen Welt zu navigieren. Durch diesen Prozess nutzte er Satire und visuelle Sprache, um die ideologischen Lasten der Vergangenheit abzubauen und gleichzeitig die neuen kapitalistischen Kräfte zu umarmen, die ihren Weg in die russische Gesellschaft fanden.

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